Allerlei Kramuri

Wetterpropheten

Wenn vor Josephi (19.März) die Veilchen blühen, darf man mit einer frühen Ernte rechnen.
Lindenblüten duften intensiver, wenn Regen zu erwarten ist.
Viele Eicheln, Haselnüsse und Brombeeren bringen einen strengen Winter.
Sind die Früchte der Berberitze lang und schmal, wird der Winter lang und mild.
Sind sie dagegen kurz und dick, ist auch der Winter kurz und hart.
Die Ringelblume öffnet ihre Blüten nur bei Sonnenschein und schließt sie oft schon eine Stunde, ehe es zu regnen beginnt.
Die Ackerwinde öffnet ihre Blüten nur, wenn schönes Wetter bevorsteht.
Blüht der Holunder vor Maria Himmelfahrt (15. August) ,weist das auf eine gute Weinernte hin.


Alte Bauernregeln

JÄNNER

Morgenrot am Neujahrstag, Unwetter bringt und große Plag´!
Heiligdreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
An Fabian und Sebastian (20. Jänner) fängt erst der rechte Winter an.

FEBER

Rauher Wind im Februar meldet an ein fruchtbares Jahr!
Liegt die Katz´im Februar im Sonnenschein muss sie im März untern Ofen rein.

MÄRZ

Wie es an vierzig Rittern (10.März) wittert, wittert es noch 40 Tage.
Ist´s an Josephi (19. März) klar, folgt ein fruchtbares Jahr.
Wenn es am Tag der 40 Märtyrer (10.März) friert, so gefriert es noch 40 Nächte.

APRIL

Auf einen nassen April folgt ein trockener Juni!
Ist Georgi (23. April) warm und schön, wird man noch raues Wetter sehn.
Sind die Reben zu St. Georg noch blind, freuen sich Frau und Kind.

MAI

Wenn im Mai die Bienen schwärmen, sollte man vor Freude lärmen.
Regnet´s am ersten Maientag, viel Früchte man erwarten mag.

JUNI

Wenn nass und kalt der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.
Hat Margaret (10. Juni) kein Sonnenschein, kommt das Heu nie trocken rein.
Vor Johannistag (24.Juni) keine Gerste man loben darf.

JULI

Geht Marie (2. Juli) übers Gebirge nass, regnet´s noch 40 Tag´ ohne Unterlass.
Wie s´die 7 Brüder (10.Juli) treiben, wird ´s noch 7 Wochen bleiben.

AUGUST

Im August vor Morgen Regen, wird sich nicht vor Mittag legen!
Das Wetter an St. Kassian (13. August) hält viele Tage an.
Mariä Himmelfahrt (15. August) klarer Sonnenschein, bringt meistens viel und guten Wein.

SEPTEMBER

Ist Egidi (1. September) ein heller Tag, ich einen schönen Herbst ansag´.
Wie das Wetter am Ägiditag, so bleibt´s den ganzen Monat.
Wie sich´s Wetter an Mariae Geburt (8. September) tut verhalten, so wird es 4 Wochen sich noch gestalten.
St. Ludmilla, (16. September) das fromme Kind, bring Regen und Wind.

OKTOBER

Wenn´s im Oktober friert und schneit, bringt der Winter milde Zeit.
Hat Oktober Nebel viel bringt der Winter Flockenspiel.
Auf St. Gall (16. Oktober) bleibt die Kuh im Stall.
Wie der St. Ursula (21.Oktober) Tag anfängt, soll er Winter beschaffen sein.

NOVEMBER

Hängt das Laub bis November herein, wird der Winter ein langer sein.
Ist´s Wetter an Martini (2.November) trüb, wird der Winter gar nicht lieb.
Wie das Wetter zu St. Kathrein (25. November), wird auch der nächste Feber sein.

DEZEMBER

Dezember launisch und lind, ist der ganze Winter ein Kind.
Regnet´s an St. Nikolaus (6. Dezember) wird der streng und kraus.


REITLEHREN GIBT ES VIELE!

Aber keine ist weltweit so oft verkauft worden wie die von Horst Stern. Mit dem Titel „So verdient man sich die Sporen“ verlegte sie das Verlagshaus KOSMOS erstmals 1961.
Als damals die Anfrage vom Verlag kam, ob Stern nicht dieses Buch schreiben wollte, konnte dieser noch überhaupt nicht reiten. Doch der damalige Verleger wollte unbedingt Horst Stern als Autoren für dieses Buch und veranlasste, dass dieser auf seinem eigenen Pferd, dem Trakehner-Wallach Tenno, einem echten Pferdeprofessor, das Reiten beigebracht bekam.
Seine Erfahrungen bei diesem Unternehmen schrieb Horst Stern in dem Buch „So verdient man sich die Sporen“ nieder und daraus wurde die auflagenstärkste Reitlehre der Welt. Kein Wunder, denn Horst Stern sagt selbst, er habe diese Reitlehre „mit dem Hintern“ geschrieben. Und das ist es, was die „Sporen“ von anderen Reitlehren unterscheidet: Der Autor war kein Reitmeister, sondern selbst blutiger Anfänger im Reiten, dafür aber ein begnadeter Journalist. Durch diese Kombination gelang es ihm, eine Reitlehre ganz aus der Praxis, „eben mit den Hintern“, zu schreiben, die die Probleme des normalen Reitschülers unterhaltsam und gleichermaßen erhellend zu lösen weiß.
Mittlerweile gibt es bereits die 19. Auflage. Das bedeutet, dass 305.000 Exemplare gedruckt wurden. Jede Auflage hatte durchschnittlich 190 Seiten und 100 Abbildungen. Insgesamt ergibt das 57.950.000 Seiten und 30.500.000 Abbildungen.
Also, wenn man damit nicht reiten lernt, womit dann?

WIE GROSS WIRD ER DENN?

Unter Pferdezüchtern kursieren die verschiedensten „Formeln“, mit denen sich angeblich vorhersagen lässt, wie groß das Fohlen einmal wird. Die meisten beruhen auf der Annahme, dass das Röhrbein am Ende des ersten Lebensjahres seine maximale Länge erreicht hat.
 Der Abstand von der Mitte des Karpalgelenkes zum Boden beträgt 30 Prozent der endgültigen Widerristhöhe-bei diesem Maß spielen Fütterung und Haltung die geringste Rolle.
 Die Länge des Kopfes beträgt 36-40 Prozent der späteren Widerristhöhe.
 Der Abstand vom Ellenbogen zum Boden beträgt 60 Prozent der späteren Widerristhöhe.
 Der Abstand vom Ellenbogen zur Fesselmitte beträgt 50 Prozent der späteren Widerristhöhe.
 Der Abstand des Sprunggelenkes vom Boden beträgt 40 Prozent der endgültigen Widerristhöhe.

ÜBER DIE NATUR DES PFERDES

 Pferde können nicht durchs Maul atmen und keuchen deshalb auch nicht.
 Ein Pferdeherz wiegt im Durchschnitt 4 kg.
 Pferde können nicht erbrechen.
 Mit seinen langen Gliedmaßen, dem großen Herzen und dem enormen lungenvolumen ist das Pferd zum Galoppieren geschaffen. Das Springen gehört nicht zu seinen natürlichen Aktivitäten. Sich selbst überlassen, gehen die meisten Pferde um Hindernisse lieber herum.

WEISHEIT ODER ABERGLAUBE

Ein weißer Fuß - sie ihn dir an!
Zwei weiße Füß´ - für den besten Mann!
Drei weiße Füß´- behalt´s nicht zu lang!
Vier weiße Füß´- lass ihn stahn!

 

ANGEBLICH GESETZ

In Kentucky darf sich eine Frau nur dann im Badeanzug auf dem Highway sehen lassen, wenn sie von mindestens zwei Polizeibeamten begleitet ist, ausgerüstet mit Schlagstöcken und leichter als 40 kg oder schwerer als 90 kg. Weibliche Pferde sind von dieser Einschränkung ausdrücklich ausgenommen.

In Omega, New Mexico, muss jede Frau, „nachweislich ein Korsett tragen“, wenn sie sich zu Pferd in der Öffentlichkeit zeigt. Die Gesetzestreue ist gegeben falls ärztlich zu prüfen.

In Washington DC, Colorado und Utah verstößt es gegen das Gesetz, vom Pferderücken aus zu angeln. In Tennessee dürfen Fische nicht vom Pferd aus mit dem Lasse gefangen werden.

ROSS-APPETIT

Ein Pferd kann jeden Tag etwa 2½ Prozent seines Körpergewichtes fressen.

REITERWEISHEIT

Wenn du irgendwo ankommen willst,
darfst du immer nur ein Pferd auf einmal reiten.

GESCHWINDIGKEITEN

Schritt 5-6 km/h
Trab 13-16 km/h
Galopp 16-27 km/h
Renngalopp im Schnitt 48 km/h

Ein Vollblutrennpferd erreicht ein Tempo von 64 km/h und darüber, ein Quarter Horse sogar 80 km/h über Kurzstrecken.

ANGEBLICH GESETZ

In Rosario, Argentinien, müssen Pferde bei Hitze einen Hut tragen.

KAPAZITÄT FÜR TRAGLASTEN

Art
Traglast
In einem 7-Stunden-Tag zurückgelegte Strecke
Pferd
60 kg
40 km
Esel
54 kg
40 km
Maultier
181 kg
46 km
Elefant
460 kg
25 km

 

Oskar Wilde sagte einmal: „Pferdeverstand bedeutet das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten.“

REITERWEISHEIT

Behalt ein Bein auf jeder Seite und den Verstand in der Mitte.

PFERDEHÄNDLER-SPRACHE

Ausgeglichenes Temperament: Außer seiner Koppel noch nichts gesehen.
Zukünftiger Materialsieger: Gezüchtet auf Schönheit, nicht auf Leistung.
Springtalent: Sieht toll aus, wenn er ausbricht.
Einer für den Busch: Groß und schnell.
Dressurtalent: Groß und langsam.
Distanzpferd: Schnelles Pferd, das manchmal die Kurve kriegt.
Talent für Reiterspiele: Schnelles Pferd, das abwendet ,wenn man es am wenigsten erwartet.
Viel Potenzial: Unter den richtigen Umständen können Sie ihn vielleicht reiten.
Macht alles: Beißt, schlägt, buckelt, steigt,…
Viel Mut: Nicht mal mit der Gerte zum Rückwärtstreten zu bewegen.
Spitzenabstammung: Kann gar nichts, macht aber nichts, weil ein Pferd vor 20 Generationen mal was konnte.
Ohne Papiere: Vermutlich gestohlen.
Ausgezeichnete Mutter: Kommen Sie nicht auf die Idee, sich dem Fohlen zu nähern!

GRAS-VERBRAUCH

Ein Pferd ist – wenn man es lässt – 16 bis 20 Stunden am Tag mit Fressen beschäftigt und kann pro Stunde 2-3 kg Gras verzehren. Bei einem Pferd, das ausschließlich von Gras lebt, macht das pro Tag zwischen 32 und 60 kg insgesamt.

REITERWEISHEIT

Trink Wasser aus dem Bach immer oberhalb der Herde.

ANGEBLICH GESETZ

In Süd-Carolina ist es für männliche Erwachsene legal, ihre Waffe abzufeuern, wenn sie sich in einem nicht von Pferden gezogenen Gefährt einer Kreuzung nähern, damit Pferdefuhrwerke rechtzeitig gewarnt sind.

WIE LANG KAUT EIN PFERD?

Dank gewissenhafter Forschungsarbeiten an Pferden wird geschätzt:
4.600 Mal kaut ein Pferd beim Verzehr von 1 kg Heu. Und 3.600 Mal kaut es in einer Stunde, also circa ein Mal pro Sekunde. Das heißt, es braucht 1,27 Stunden, um 1 kg Heu zu fressen.
Ein 500 kg schweres Pferd frisst – bei freier Verfügbarkeit – ca. 12,5 kg Heu am Tag: 1,27 Stunden x 12,5 kg sind 16 Stunden.
Dies bedeutet, dass ein Pferd 60 Prozent seiner Zeit mit Fressen zubringt.

FLÜSSIGKEITSVERBRAUCH

Ein Pferd kann bis zu 55 Liter Wasser am Tag saufen.

ANGEBLICH GESETZ

Nach einem bis 1976 gültigen Gesetz mussten die Taxifahrer in London auf dem Wagendach einen Ballen Heu mitführen, um ihre Pferde zu füttern.

www.huzulenpferde-vom-brandenbergtal.com