Biographie

Wir sind auf tirolerisch gesagt ein "Kleinhäusl", das in früheren Zeiten für das Überleben einer Familie unter Umständen recht nützlich war. Hühner, Schweine, Ziegen und eine Kuh fanden hier ein Zuhause. In den 60er Jahren wurde dann die Milchviehhaltung eingestellt.

Trotzdem, ohne Tiere gings dann doch nicht lange, alles leer und ohne Leben, noch dazu, wenn in unserer Gemeinde je eine Gemeinschaftsalm für Schafe und Pferde ist.....

Was liegt da näher, als Schafe und Tiroler Haflinger?

Nach vielen Züchterjahren und der immer extremeren Auslese von Stuten und deren Besitzern in der Tiroler Haflingerszene, fiel es uns nicht allzuschwer, diese Zeit hinter uns zu lassen. Unsere treuen Pferde verkauften wir um einen neuen Start zu wagen. Anfangs noch auf Noriker eingestellt, schauten wir uns auf diversen Ausstellungen und Messen um. Jedoch war uns von Anfang an klar, dass außer dem Putzzeug nichts mehr passte. Vom Halfter bis zum Sattel müsste alles neu gekauft werden. Naja, was soll man machen?

Ein völliger Neubeginn in der Pferdewelt tat sich uns bei der Messe Interalpin der Schafe in Innsbruck auf. Wir schnupperten durch die vielen Infostände der Vereine und Verbände.

Darunter "Verein zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen". Wir kauften uns den Katalog, und das erste Kapitel für uns war: Pferderassen.

Neugierig blätterten wir auf die angegebenen Seiten. Vom ersten Eindruck und der kurzen Beschreibung neugierig geworden, folgte nach einiger Zeit die telefonische Kontaktaufnahme mit dem Sekretariat "Verband der Züchter des Huzulenpferdes in Österreich". Die erste Information war überraschend, nur das Beste von den Pferden zu hören - fast unvorstellbar, dass es solche Tiere überhaupt gibt. Als Nächstes wagten wir eine Fahrt in die Steiermark zum Reiterhof Brandstätter in die Ramsau am Dachstein, dem größten Huzulenzuchtbetrieb in Österreich. Wir verbanden dies mit dem alljährlich stattfindendem Sommerpferdefest Ende Juli, wo ein super Schauprogramm geboten wurde. Unser erster direkter Kontakt war unter diesen Umständen natürlich einmalig. Anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig im Hinblick auf unsere Haflingervergangenheit, konnten wir uns schnell in diese Pferde verlieben und nach einigen Recherchen im Internet stand der Entschluss fest.

Das nächste Mal wurde Probe geritten und viele Fragen gestellt. Trotzdem dauerte es noch einige Zeit, bis wir uns dann entschlossen, auf diese Rasse umzusteigen.

Im November 2005 wurde unsere 1. Huzulenzuchtstute vom Reiterhof Brandstätter gekauft. Irene und Gerhard brachten sie uns persönlich. Nun wussten auch sie, wo wir wohnen, wie wir leben und wie gut es unseren Pferden gehen wird.

Die 2. Zuchtstute haben wir im darauffolgenden Frühjahr aus mehreren zum Verkauf angebotenen Pferden ausgewählt.

Nun war die Sache komplett. Glücklich, so eine gute Wahl getroffen zu haben, konnte das Zuchtgeschehen und die Lebensgemeinschaft mit den Huzulenpferden beginnen.

Inzwischen sind aus den zwei Zuchtstuten zwei Jungstuten, eine Hrobytochter (geboren 2007), eine Ousortochter (geboren 2008) und ein Attilahengst (geboren 2011) alle drei aus der Stute Gara, ein Goralhengst (geboren 2008) und eine Hrobytochter (geboren 2011) aus der Stute Gabika, hervorgegangen. Der zweijährige Goraljunghengst ist inzwischen schon kastriert und verkauft worden. Auch der neue Besitzer umsorgt sein Jungpferd und hat viel Freude mit ihm. Wir sind froh, so einen guten Platz für Gereon gefunden zu haben.

Die Zuchtstute Gabika wurde samt Stutfohlen Hera im Juni 2011 verkauft. Auch der neue Besitzer ist glücklich mit seinen Pferden.

Der Attilajunghengst, geb. 2011, kam in eine Hengstaufzucht und kann seine jungen Jahre dort mit vielen anderen Jugendlichen genießen.

Gara schenkte uns im April 2012 wieder ein gesundes Stutfohlen vom Hengst Attila. Nachdem die Jungstuten im Oktober in das Zuchtbuch aufgenommen wurden, konnten wir sie heuer im Frühjahr decken, und hoffen auf Nachwuchs im nächsten Frühling.

Das Stutfohlen Amina bekam nach den Sommermonaten auf der Alm einen schönen Platz mit artgerechter Haltung in einer Pferdegesellschaft in Kärnten. Wir wünschen ihrer neuen Besitzerin viel Freude, Glück und Gesundheit mit der Jungstute.

Im Frühjahr 2013 konnten wir uns über zwei Fohlen von unseren selbstgezogenen Stuten Hogana und Odessa freuen. So kamen im Sommer 2013 fünf Huzulenpferde auf unsere Alm.

Das Stutfohlen aus
Hogana vom Brandenbergtal und
Ousor IX-63 Luc
haben wir auf den Namen
Omara vom Brandenbergtal getauft.

Unser Bärli ist ein sehr gemütliches Pferdchen. Lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, man kann sie überall hinschieben und –stellen. Ein Abbild ihrer Mutter Hogana. Auch sie ohne Abzeichen und wie ihre Mama ein Sommerrappe.

Odessa vom Brandenbergtal konnten wir erfolgreich an eine verantwortungsvolle,  junge Frau in Tirol verkaufen. Odessa hat einen sehr guten Platz in einem Offenstall mit noch 3 Pferden bekommen.
Im Sommer darf sie auch mit ihren neuen Stallgenossen auf die Alm. Nach anfänglicher Umstellungsphase haben sich inzwischen alle gut zusammengelebt und genießen die gemeinsame Zeit.
Wir wünschen Michaela viel Glück und unzählige schöne, gemeinsame Stunden der Freude mit ihrer Huzulenstute Odessa.

Panya vom Brandenbergtal konnten wir 2jährig zu einem guten Platz nach Kitzbühel weitergeben. Wolfgang verfolgte ja Panya schon, seit sie ein kleines Fohlen war, konnte sie nicht mehr vergessen und war immer wieder bei uns am Hof nachschauen, wie es ihr geht und ob wir sie noch haben.
Letztes Jahr im Herbst war es dann soweit. Nachdem die Almsaison beendet war und auch er wieder ins Tal heimkam, konnte Panya in ihr neues zuhause gebracht werden.  

www.huzulenpferde-vom-brandenbergtal.com